Donnerstag, 28. November 2024

Nach einer sehr kalten Nacht erwartet uns Nebel am frühen Morgen. Ich überprüfe noch meine provisorische Sicherung des defekten Fahrradträgers. Mit Tee und ohne Frühstück starten wir durch das in Nebel gehüllte Tal der Una. 

In Bihać kaufen wir in einem Baumarkt noch Klemmgurte und sichern unsere Fahrräder zusätzlich damit. In Izacic reisen wir nach Kroatien und somit in die EU ein. Zuerst auf untergeordneten aber großteils guten Straßen kommen wir nach Karlovac und dort auf die Autobahn. Die Räder bzw. der Träger hält!! 


Nach ca. 5 Std. Reisezeit erreichen wir unser Tagesziel Ljubljana. In einer Tiefgarage naher der Altstadt parken wir. Die Stadt wirkt sogleich entspannend und erholsam auf uns. In der Nachmittagssonne streifen wir durch die Gassen des Zentrums. Wenig später treffen wir unsere Tochter mit Familie. Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam und Essen in einem kleinen bosnischen Lokal. 


Auf dem Autobahnparkplatz Voklo verbringen wir unsere letzte Nacht im Wohnmobil, bevor wir s am frühen Morgen zurück nach Hause geht. 




Mittwoch, 30. Oktober 2024

Štrbački Buk

Nach dem Schock vom Vortag und der gefunden Lösung für den weiteren Fahrradtransport planen wir eine Radtour zum schönsten Wasserfall des Una Parks. Am Morgen ist es kalt und noch sehr nebelig. Also Frühstück im Camper.

Als sich die Sonne endlich durchsetzt, brechen wir auf. Zuerst auf der wenig befahrenen Hauptstraße im Tal in Richtung Norden. 

Nach ca. 8 km zweigen wir auf eine kleine, aber gut asphaltierte Straße ab. Entlang der Una geht’s weiter. Einen Kilometer vor den Wasserfällen zahlen wir an der Schranke die 8 KM (4,- €) Eintrittsgebühr. Weiter über eine Schotterstraße zu den Fällen.

Eine wunderschöne Gegend mit gepflegten Steiganalagen und traumhaften Blicken auf die Wasserfälle Štrbački. 



Beeindruckender Wasserfall

Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder im Camp und genießen die Sonne, denn um 17:00 Uhr wird es kühl und schattig. Trotzdem ein sehr schöner Platz direkt am Flussufer. 


Martin Brod

Nach einer kühlen Nacht ereilt uns ein hektischer Morgen. Das Frühstück gerade am Tisch, werden wir ersucht, den Platz mit dem Camper zu verlassen, da eine Kontrolle angekündigt ist und der Platz eigentlich schon in Winterruhe sein sollte. Wir suchen uns außerhalb einen ruhigen Platz, frühstücken und planen den Tag um.


Statt mit dem Rad fahren wird mit dem Camper die acht Kilometer nach Martin Brod. Martin Brod liegt hinten im Tal am Zusammenfluss von Unca mit der Una. Am Ortseingang parken wir. 


Eine kurze Wanderung entlang der alten Bahnstrecke der Una Bahn beginnt am Parkplatz. Der Weg endet in einem eingefallenen Eisenbahntunnel. Den Weg weiter als Wanderweg zuführen wäre sehr lohnend. 



Bei einem Haus wird darf ich beim Rakij brennen zusehen und erhalte natürlich auch Kostproben. 





Das schöne orthodoxe Kloster bestimmt das Ortsbild.


Beim Zugang zum Wasserfall bezahlen wird den Eintritt in der Höhe von moderaten 3 KM (1,50 €). Der Wasserfall Milančev buk ist zwar etwas kleiner als Štrbaćki buk, aber ebenso schön und beeindruckend. Wir genießen das Rauchen des Wassers und die Einsamkeit. Keine Besucher um diese Jahreszeit und wahrscheinlich auch zu abgelegen. 


Im Camp Lav beziehen wir wieder den selben Platz. Wir werden gleich auf Rakij und Käse eingeladen. Gestärkt mache ich mich noch auf den Weg, die über Kulen Vakuf thronende Burg Ostrovica zu erklimmen. Mit dem Bike bezwinge ich die sehr steile Auffahrt. Mit dem Rad gelange ich bis an die Ruine. Mit einem schönen Blick auf das Tal der Una und den Ort belohnt, fahre ich wieder zurück. 




Alte Eisenbahnbrücke in Kulen Vakuf









Es steht noch an, die Räder auf den notdürftig fixierten Träger zu verladen. Jetzt sieht es nicht schlecht aus. Wir hoffen, dass alles bis nach Hause hält. 

Dienstag, 29. Oktober 2024

Una Nationalpark

Es geht in Richtung Norden. Die nahe kroatische Grenze lassen wir westlich von uns liegen und folgen deren Verlauf nahezu parallel. Die Städte Ljubuški, Grude und Tomislavgrad umfahren wir. Danach erreichen wir das Ufer des Buško Jezero (See). 


Gleich darauf erreichen wir Livno und anschließend durchqueren wir ein Hochmoor, welches schon im dinarischen Gebirge liegt. Hier auf bosnischer Seite ist die Landschaft grüner und nicht so kahl wie die kroatische Seite. Die Region bis zur Stadt Drvar ist geprägt durch viele zerstörte Häuser die als Ruinen zwischen neuen oder dürftig renovierten Häusern auffallen. Wir vermuten, Relikte aus den kriegerischen Auseinandersetzungen der frühen 90iger Jahre. 

In Drvar einer abgelegenen Kleinstadt versorgen wir uns und sorgen offensichtlich für Abwechslung in das Leben der Leute in den Kaffeehäusern und Geschäften. Nach Drvar erklimmen wir einen Pass und erreichen den Nationalpark Una. 

Der größte der vier Nationalparks in Bosnien/Herzegowina ist 19800 ha groß und umfasst den Flusslauf der Una und der beiden Zuflüsse Unca und Krka. Die Una fließt nicht in die Adria sondern nach Norden und mündet in die Save und über die Donau ins Schwarze Meer. Über eine sehr gut ausgebaute Straße geht es entlang der Unca Schlucht hinunter nach Martin Brod am südlichsten Ende des Parks. 

Unser angepeiltes Ziel, Kulen Vakuf erreichen wir kurze Zeit später. Am Campingplatz Lav sind dir die einzigen Gäste und werden auch dementsprechend willkommen geheißen. 

Leider passiert mir dann beim Rückwärtsfahren ein Missgeschick und ich stoße mit dem Heck (Fahrradträger) gegen einen kleinen Baum. Dieser reicht jedoch aus, dass die Heckscheibe der rechten Tür barst und der Träger Schaden nimmt. Das Besitzerehepaar leistet uns sofort Hilfe. Scherben sammeln, Klebeband und Kunststoffplatte für den notdürftigen Verschluss der Scheibe wurde uns zur Verfügung gestellt. Mit einigen Rakis und einem Bier stoßen wir mit Ado und seiner Frau auf einen hoffentlich guten Ausgang an.

Sonntag, 27. Oktober 2024

Kravica Wasserfälle (BiH)





Anschließend an die morgendliche Besichtigungstour in Kotor, brechen wir mit frischem Brot gerüstet, auf in Richtung Bosnien/Herzegowina. Noch in der Bucht von Kotor bei Lipci halten wir zum Frühstück. 

Von hier führt die schöne breite Straße in die Karstberge Montenegros. Beim Dorf Grahuvo entscheiden wir uns für eine schmale einsame Straße (R8) über einen Berg das einsame Tal bei Zapaljdo. Am Grenzübergang wurden wir höflich zurück gewiesen, nur für Einheimische. Ich hab es bei der Anfahrt über die sehr schmale aber wunderschöne Straße schon befürchtet. Also wieder zurück und über die M6 und dem Grenzübergang zwischen Vilusi und Klobuk. Ein großer Übergang im Niemandsland. Nach relativ langer Wartezeit reisen wir wieder in Bosnien/Herzegowina, Republik Srpsko ein.

Nach kurzer Kaffee in Trebinje nehmen wir eine abgelegene einsame Route durch die Herzegowina. Durch den Popovo Polje, Ravno, Hutovo zum Nationalpark Hutovo Blato geht es nach Capljina. Von hier nur noch eine kurze Zufahrt zu den Wasserfällen Kravica. Hinter dem Parkplatz befindet sich der Campingplatz. Wir werden sehr freundlich begrüßt und eingewiesen.

Nationalpark Hutovo Blato

Die Wanderung zu den Wasserfällen heben wir uns für den nächsten Tag auf.

Nach dem Frühstück starten wir zu Fuß, wie vom Betreiber des Campingplatzes beschrieben unsere Tour.# Zuerst geht es durch Olivenbaumhaine bis zur hoch über dem Tal befindlichen Autobahnbrücke. Von dort hinunter ins Tal der Trebizat zum kleinen Kravica Wasserfall.



Entlang des Flusses kommen wir zum großen bzw. zu den großen Fällen. Die größten Wasserfälle in Bosnien/Herzegowina sind wirklich beeindruckend. Im Sommer besuchen mehr als 5000 Menschen die Fälle. 


Dementsprechend touristisch erschlossen ist das Gelände auch. Über einen angenehmen Weg gelangen wir zum Ausgang. Ohne die Entrichtung der 10,- € Eintritt verlassen wir die Wasserfälle und kehren in wenigen Minuten zurück zum Wohnmobil. 


Samstag, 26. Oktober 2024

Kotor

Um sechs Uhr stehe ich auf und mache mich auf den Weg die Festung Kotor zu erklimmen. Ich möchte die Stadt und die 200 hm über der Stadt errichtete Festung ohne Menschen erleben. Es ist noch dunkel als ich durch das breite massive Südtor die Stadt betrete. Mystisch und ruhig erleben ich die ersten Meter zwischen den alten Mauern.



Ich entscheide mich für den ersten der beiden Aufgänge. Auf dem schmalen Weg ist es absolut finster. Meine Stirnlampe bietet mit Licht und Trittsicherheit auf dem steilen und glatten Weg.

Gegen 07:00 Uhr erreichen ich den höchsten Punkt der Befestigungsanlage. Es wird hell. Ich genieße den sehr schönen Blick auf die Stadt und Bucht. 

Ich mache mich auf den Rückweg. Wenn ich vor acht am Kassenhäuschen bin, spare ich mit die 15,- € Eintritt. 


Unten in der Altstadt angekommen schlendere ich durch die noch wenig belebten Straßen. Wunderbar. Am Markt, direkt an der Hafenzeile sauge ich visuellen Eindrücke und Gerüche auf. Auf dem Rückweg kaufe ich noch Brot, richtiges Schwarzbrot fürs Frühstück. 








Albanien - Adieu

Wir Verbrauchen unser letzten Lek mit Tanken und bei einem Einkauf. Über den kleinen Grenzübergang Muriqan, nahe Shkodër verlassen wir Albanien und reisen zuerst auf mäßiger, dann schmaler werdender Straße durch den Süden Montenegros. Ab Budvar steht uns eine breite moderne Straße zur Verfügung. 
Kirche in Budvar

Die verbauten und touristischen Badestädte Bar und Budvar lassen wir hinter uns. Durch einen langen Straßentunnel gelangen wir in die Bucht von Kotor. Den schon vorab ausgesuchten Parkplatz finden wir problemlos. Er liegt etwas abgelegen, aber trotzdem stadtnah.


Rasch machen wir uns auf, die wunderschöne Altstadt Kotor zu erkunden. Sie ist größer aber auch schöner als gedacht. Wir schlendern durch die mit Kreuzfahrttouris überfüllten Gassen. Gegen 17:00 Uhr leeren sich die Straßen etwas. Bei einem Kaffee genießen wir die einkehrende Ruhe.

Etwas später essen wir in einem etwas außerhalb der Altstadt gelegenen Lokal zu Abend. Auf dem Parkplatz (15,-€) verbringen wir eine sehr ruhige Nacht in unserem Wohnmobil. 

Nach einer sehr kalten Nacht erwartet uns Nebel am frühen Morgen. Ich überprüfe noch meine provisorische Sicherung des defekten Fahrradträge...