Montag, 7. Oktober 2024

Mokraberge - Radtour

Die Ruhe am See und der angenehme Platz lassen uns den Tag ruhig angehen. Beim Frühstück plane ich eine Radtour und Dagmar einen Strandspaziergang. 








Bei der Anfahrt verwerfe ich meinen Plan, da ich mein Navi Geräte nicht mit meinem Telefon verbinden konnte. Also auf eigene Faust und Orientierung.Ich entscheide mich, eine noch im Bau befindliche Schnellstraße, welche durch die Berge führt, für die Auffahrt zu nutzen. Ich erlebe eine spannende Fahrt und darf die Großbaustelle hautnah erleben. Keine Absperrungen, keine Verbote und immer freundliche Bauarbeiter. Nach knapp 500 hm ist aber Schluss. Ich kehre um, da mir die Stelle zu gefährlich schien.

Bei der Abfahrt halte ich bei den freundlichen  Arbeitern mit indisch wirkender Sprache. Einer wollte mein Rad testen., was ihm auch zum Spaß der anderen Freude bereitete. 



Eindruck beim Spaziergang am See



Ohridsee

 

Den Ohridsee 

teilen sich Albanien und Mazedonien. Er ist einer der ältesten und tiefsten Seen der Erde. Auf Grund seiner geologischen Eigenheiten ist es bei Forschern begehrt. Er besitzt nur wenige kleine Zuflüsse und wird hauptsächlich von unterirdischen Quellen aus dem höher liegendem Prespasee gespeist.


Nach einer angenehmen Nacht in Kruje starten wir hinunter Richtung Tirana. Bereits im nahen Fushe Kruje stehen wir im Stau. Sonntags sind alle Leute auf der Straße, alle Geschäfte geöffnet und Markt wird gehalten. Dementsprechend viel Verkehr auf den Straßen. Tirana können wir zum Teil umfahren und wir schaffen es ohne Stau. Auf der Autobahn A3 nach Elbasan ist kaum Verkehr. Klar sind ja alle in den Städten. Dann Elbasan! Eigentlich hätten wir einen Stopp geplant, aber ein Megastau verleidet uns die Stadtbesichtigung.  Die Innenstadt wurde warum auch immer total gesperrt. Nach mehr als 1 Std Zeitverlust konnten wir unseren Fahrt fortsetzen. 

Blick über Pogradec und den See in Richtung Mazedonien

Unser nächstes Ziel Selca e Poshtme, eine bedeutende Fundstelle illyrischer Felsengräber. Leider fanden wir die Ausgrabung trotz, mehr als 1 stündiger Suche zu Fuß, nicht. Wieder 10 km auf schmaler Straße zurück auf die SH3. Nach Überquerung des Kornelkirschenpasses (Qafë Thanë) werden wir mit einem wunderschönen Blick auf den Ohridsee belohnt. Jetzt noch eine knappe Stunde bis zu unserem Campingplatz Arbe direkt am See. Der Platz ist klein aber fein und sehr sauber. Wir fühlen uns sofort wohl. 


Sonntag, 6. Oktober 2024

Kruje - die Stadt des albanischen Widerstandes gegen die Osmanen



Wir verlassen Shkodär Richtung Süden und machen an der Lagune Patok einen kurzen Halt. Entscheiden uns aber, doch weiter nach Kruje zu fahren, obwohl es sehr idyllisch ist. 




Kruje ist der Ort des Widerstandes gegen die Osmanen. George Kastriote Skanderbeg wehrte mit seinen lediglich 10.000 Männern  die Eroberung und Einnahme der Osmanen ab. Der Doppeladler der Kastrioti ist heute Nationalflagge Albaniens. In der Burg von Kruje wurde ihm ein Museum gewidmet. 





Auf einem Parkplatz, der als Campingplatz für 14 €/Nacht genutzt werden kann, übernachten wir. Mitten in Kruje. Eigenwillig aber trotzdem reizvoll. Wir nützen den günstigen Stellplatz für den nahen Bummel durch den Basar und zur Burg.

Danach Essen wir in einem kleinen Lokal Moussaka auf albanisch und ein sehr gutes Tave gjell mit Okra (Eintopf). 



Den Sonnenuntergang genießen wir gemeinsam mit einem Camperpaar aus Stuttgart.

Shkodär

Shkodär die nördlichste Stadt Albaniens ist die einzige Stadt wo Radfahrer gewöhnlich sind. Leider können wir das nicht testen, da wir Tag und Nacht Starkregen hatten. Der Comfort unseres Campers macht sich voll bezahlt. 



Das Wetter am späten Nachmittag lässt dann einen Spaziergang zu. Shkodär hat eine schöne Allee, aber leider sind die Ränder vermüllt. Ein großes Problem in Albanien, auf welches wir uns mental vorbereitet haben. Wir werden es trotz bewusstem Umgang nicht lösen. Es bietet aber auch skurrile Anblicke. 





Fischhändler an der Ausfallstraße



Die Burg Rozafa werden wir eventuell am Rückweg besuchen.



Die Bleimoschee wollten wir bei der Abreise berichten. Die Zufahrt, gleich gegenüber der Camp Einfahrt, war beschrieben. Also auf durch die enge Rruga (Straße). Es wurde immer enger und keine Moschee in Sicht. Sie war verborgen hinter Bauzäunen und wird derzeit saniert. 

Also umkehren und zurück. Ein hilfsbereiter Albaner unterstützte.

Auf nach Kruje

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Auf nach Albanien

Wir entscheiden uns, auf Grund der Schlechtwetter Prognose von Mostar direkt nach Skodär (Albanien) zu fahren. Nach einem frühmorgendlichen Stadtbummel und Frühstück brechen wir Richtung in Mostar Richtung Süden auf.

Auf dem Weg in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica verlassen wir die Berge. Durch die Stadt herrscht sehr reger Verkehr. Wir wollen aber noch tanken, da Diesel in Albanien teurer ist. An der Tankstelle werde ich von einem jungen Tankwart auf Deutsch angesprochen. Nach einem kurzen Gespräch fahren wir weiter und erreichen bald darauf den Skutari oder Shkodär oder Skadarsee. 

Der See ist mit ca. 550 qkm so groß wie der Bodensee. Der montenegrinische Teil Naturschutzgebiet, der albanische leider nicht. Der See samt Uferzonen (Schilf und Sumpf) ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Die Grenzwartezeit bei Han Hotit dauert etwas länger aber verlaüft freundlich und ohne Probleme. 
Jetzt noch bis Shkodär, durch die ganze Stadt zum Camp Legjenda. Bei strömenden Regen checken wir ein. Das Abendessen genehmigen wir uns im Campingrestaurant. Das Essen, Salat nach Art des Hauses, Karpfen gebraten und Risotto ist gut.


     Stellplatz unter der Burg Rozafa in Shkodar

Mostar

Der Wetterbericht prognostizierte für Sarajevo schlechtes und kühles Wetter. Wir ändern unsere Plan, und fahren nach Mostar. Von Jajce durch die Berge Zentralbosniens brauchen wir ca. 3,5 Std und noch einmal 20' bis Blagay.
Das osmanische Kloster (Tekke) eines Sufiordens wurde im 16. Jht erbaut. Es befindet sich an der mächtigen Karstquelle der Buna.
Wir fahren zurück nach Mostar und suchen ohne Navi unseren Stellplatz, Autocamp Old Brigde im Zentrum der Stadt. Mit 50,- €/Tag nicht gerade billig, aber mit genialer Lage. Blick auf die alte Brücke und nur einen Katzensprung dorthin.
Blick von der Terrasse des Stellplatzes

Dienstag, 1. Oktober 2024

Für die Anreise wählen wir eine Route über Bosnien/Herzegowina. Über die A10, Karawankentunnel, Ljubljana galangen wir nach Zagreb. Die Stadtdurchfahrt zog sich und wir verlieren viel Zeit. Am Grenzübergang Gradiska über die Save, von Kroatien nach Bosnien/Herzegowina warten wir ca. 20'.
Über Banja Luka erreichen wir gegen 21:30 Uhr Jajace unser 1. Ziel. Da wir noch keine bosnische Sim Karte aktivieren konnten, mussten wir unseren angepeilten Campingplatz am Plivsko Jezero (See) erfragen. Ein sehr freundlicher Polizist erklärte uns den Weg, ganz wie früher. Pizzen zum Abendessen in einem Hotelrestaurant am See und ab ins Womo Bett. Nach einer angenehmen, aber kühlen Nacht, genossen wir unser Frühstück im Womo. Gegen 10:00 starteten wir entlang der wunderschönen Pliva, mit unseren Rädern ins 5 km entfernte Jajce.
Jajce eine kleine aber sehr schöne Stadt mit 30.000 EW in Zentralbosnien, war einst Sitz der bosnischen Könige. Hier stürzt die Pliva uber 17 Meter in den Vrbas dem wir durch eine sehr lange Schlucht von Banja Luka gefolgt sind.
Der Wasserfall
Auf unserer Rückfahrt besuchen wir noch die nahen kleien sehr sehenswerten Mühlen Mlincici.

Nach einer sehr kalten Nacht erwartet uns Nebel am frühen Morgen. Ich überprüfe noch meine provisorische Sicherung des defekten Fahrradträge...